Port Gager, gelegen auf der Ostsee-Insel Rügen, ist seit langem ein Synonym für erstklassigen Räucherfisch. Doch hinter den Kulissen setzt sich die Räucherei gleichermaßen für den Umweltschutz ein. Dieser Artikel untersucht die konkreten Schritte, die Port Gager unternimmt, um seinen ökologischen Fußabdruck zu minimieren und gleichzeitig erstklassige Produkte zu liefern. Von der Beschaffung bis zur Verpackung wird jede Phase von einem Engagement für Nachhaltigkeit geleitet, das das marine Ökosystem und die lokale Gemeinschaft respektiert.

Verantwortungsvolle Beschaffung von Lachs und Forelle

Nachhaltigkeit beginnt an der Quelle. Port Gager bezieht seinen Lachs und seine Forelle von Fischereien und Farmen, die strenge Umweltstandards erfüllen. Der Hauptlieferant für Atlantischen Lachs ist eine nach dem Marine Stewardship Council (MSC) zertifizierte Fischerei in Norwegen, die eine verantwortungsvolle Bewirtschaftung der Wildbestände gewährleistet. Für Zuchtlachs arbeitet Port Gager mit Betrieben zusammen, die Kreislauf-Aquakultursysteme (RAS) verwenden, die den Wasserverbrauch reduzieren und Abwassereinleitungen in natürliche Lebensräume verhindern. Besuchen Sie unsere Seite über unsere Lachsbeschaffung für weitere Details zu den Lieferantenzertifizierungen.

Forelle stammt von lokalen Ostsee-Fischereien, die die Quoten der Gemeinsamen Fischereipolitik der EU einhalten. Port Gager bezieht auch Bio-Regenbogenforelle von einem familiengeführten Bauernhof in Mecklenburg-Vorpommern, der Futter ohne Antibiotika und Wachstumsförderer verwendet. Dieser lokale Ansatz reduziert Transportemissionen und unterstützt regionale Wirtschaften.

Energieeffizienter Räucherprozess

Der traditionelle Räucherprozess bei Port Gager wurde modernisiert, um den Energieverbrauch zu senken. Die Räucherei verwendet hocheffiziente Elektro-Räucheröfen, die 30 % weniger Strom verbrauchen als herkömmliche Modelle. Wärmerückgewinnungssysteme fangen die Abwärme aus den Räucherkammern auf und nutzen sie, um Wasser für die Reinigung vorzuwärmen und die Anlage in den kälteren Monaten zu beheizen. Dadurch konnte der Erdgasverbrauch seit 2022 um 15 % gesenkt werden.

Die Holzspäne zum Räuchern stammen aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern in Brandenburg, zertifiziert nach dem Programm für die Anerkennung von Forstzertifizierungssystemen (PEFC). Die Späne werden mit Hilfe von Sonnenkollektoren auf dem Dach der Räucherei kammergetrocknet, die jährlich etwa 20.000 kWh erzeugen – genug, um den Trocknungsprozess zu betreiben und 12 Tonnen CO₂ pro Jahr auszugleichen. Für einen detaillierten Einblick in die Räuchertechnik lesen Sie unseren Artikel über den Räucherprozess.

Abfallreduzierung und Kreislaufwirtschaft

Port Gager verfolgt eine Null-Abfall-Politik für Fischnebenprodukte. Fischköpfe, Gräten und Abschnitte werden von einem lokalen Rendering-Unternehmen gesammelt, um Fischmehl und Dünger herzustellen. Häute werden an eine Gerberei in Stralsund verkauft, die sie zu Lederwaren verarbeitet. Sogar die beim Pökeln verwendete Salzlake wird vor Ort in einem kleinen Verdunstungsteich behandelt, wobei das Salz zurückgewonnen und wiederverwendet wird. Nicht-organische Abfälle werden streng sortiert: Karton und Papier werden gebündelt und von einem regionalen Recyclingunternehmen abgeholt, während Kunststoffe getrennt und an eine Anlage in Rostock geschickt werden.

Die Räucherei minimiert auch die Verpackung. Frische Filets werden in Schalen aus 80 % recyceltem PET verpackt, und die Außenkartons bestehen aus 100 % recyceltem Karton. Kunden werden ermutigt, eigene Behälter für Take-away-Käufe mitzubringen, mit einem Rabatt von 0,50 € pro Behälter. Im Jahr 2023 wurden durch diese Initiative über 2.000 Einwegbehälter von der Deponie ferngehalten.

Wassereinsparung und Abwasserbehandlung

Wasser ist eine kritische Ressource in der Fischverarbeitung. Port Gager hat an allen Reinigungsschläuchen Durchflussbegrenzer installiert und verwendet ein geschlossenes Kreislaufsystem für Kühlwasser, wodurch im Vergleich zu 2019 jährlich etwa 1,5 Millionen Liter eingespart werden. Die Abwasserbehandlungsanlage verwendet eine Kombination aus Siebung, Sedimentation und biologischer Filtration, um Feststoffe und Nährstoffe vor der Einleitung zu entfernen. Das behandelte Wasser entspricht den Schutzstandards der Ostsee und wird monatlich von der lokalen Umweltbehörde überwacht.

Gemeinschaftliches und ökologisches Engagement

Port Gager glaubt, dass Nachhaltigkeit über die eigenen Mauern hinausgeht. Die Räucherei unterstützt die Initiative Rügen Coastal Cleanup und spendet 1 € für jede verkaufte 100 kg Fisch zur Finanzierung von Strandreinigungsaktionen. Mitarbeiter engagieren sich ehrenamtlich bei Dünenrestaurierungsprojekten im Nationalpark Jasmund. Darüber hinaus sponsert Port Gager ein lokales Bildungsprogramm, das Schulkindern Meeresökologie und verantwortungsvolle Fischerei näherbringt. Für weitere Möglichkeiten, die Insel verantwortungsvoll zu genießen, siehe Aktivitäten in der Nähe von Port Gager.

Zukünftige Ziele und Zertifizierungen

Port Gager strebt an, bis 2030 CO₂-neutral zu werden. Geplante Investitionen umfassen eine 50-kW-Windkraftanlage auf dem Gelände und die Elektrifizierung der unternehmenseigenen Lieferflotte. Die Räucherei strebt zudem eine B-Corp-Zertifizierung an, mit einem Audit, das für Ende 2024 geplant ist. Aktuelle Zertifizierungen umfassen MSC (Chain of Custody), EU-Bio für die Forellenlinie und ISO 14001 für Umweltmanagement. Regelmäßige Nachhaltigkeitsberichte werden jährlich auf der Unternehmenswebsite veröffentlicht.

Fazit

Nachhaltigkeit bei Port Gager ist kein Marketing-Slogan, sondern eine tägliche Praxis, die in jeden Arbeitsablauf eingewoben ist. Von der Auswahl der Lieferanten bis zur Abfallentsorgung bemüht sich die Räucherei, das Ökosystem der Ostsee zu schützen und gleichzeitig außergewöhnliche Produkte zu liefern. Mit der Wahl von Port Gager unterstützen Kunden ein Unternehmen, das den Planeten ebenso priorisiert wie den Teller.

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